Mein Fazit zum Onlinewahlkampf #sst

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Posted on 28th August 2009 by Sylvia in Wahlkampf

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Für Homopoliticus.de habe ich meine Beobachtungen zu den Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen zusammengefasst. Hier das dazugehörige Fazit:

Online-Wahlkampf bedeutet nicht die Anzahl der Unterstützer in den verschiedenen Netzwerken zu zählen. Es ist der Wille zur Kommunikation mit dem Wähler. Die Netzwerke können das nur erleichtern. Noch ist der Online-Wahlkampf über den Schwerpunkt des eingleisigen Informierens nicht wirklich hinaus gekommen. Eine Kommunikation findet in den seltensten Fällen statt, aus Angst vor Kontrollverlust lässt man zum Beispiel die Kommentarfunktion in einem Blog dann doch lieber deaktiviert. Wie man allerdings auch am Beispiel des Blogs von Bodo Ramelow an den doch recht dünn gesäten Kommentaren sehen kann, ist der Bedarf beim Wähler zur Kommunikation und der damit verbundenen öffentlichen Stellungnahme auch nicht besonders groß.

Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass es sich gerade bei diesen drei Bundesländern um Länder handelt, die in der Nonliner-Studie in fast allen Bereichen auf den hinteren Plätzen rangieren, d.h. gerade hier die Nutzerzahlen von Online-Angeboten niedriger als in anderen Bundesländern sind.  Doch wie uns die vermittelte Nähe durch das Teilhaben am Leben der Kandidaten in unserer  Wahlentscheidung beeinflussen kann, ist schwer messbar. So kann mir ein Kandidat sympathischer oder unsympathischer werden, wenn ich z.B. über Twitter ein wenig an seinem Leben teilnehmen kann. Er wird in den aller meisten Fällen menschlicher werden und macht so eine pauschale Ablehnung wegen eines Parteibuches nicht so einfach. Einen ähnlichen Effekt kann ein funktionierendes Team (ein Weg, den die CDU offensichtlich gerne – mit unterschiedlichem Erfolg – geht) haben, dessen Engagement für den Kandidaten beeindrucken kann und diesen so besser aussehen lässt.

Einen Aha-Effekt wie ansatzweise im hessischen Onlinewahlkampf hat in diesen drei Wahlkämpfen auf jeden Fall gefehlt. Die Satire auf das Getwitter von Thorsten Schäfer-Gümbel durch Martin Sonneborn war eben diesbezüglich ein Glücksfall (oder eine geschickte Strategie??). Eine Aktion dieser Art hätte dem Onlinewahlkampf vielleicht noch einen Schub geben können, beeinflussen wird er auch diesmal wohl wieder kaum das Wahlergebnis.

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Endspurt Online – Landtagswahl in Thüringen

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Posted on 24th August 2009 by Sylvia in Wahlkampf

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Die Internetseite der http://cdu-thueringen.de/ ist optisch ansprechend und übersichtlich strukturiert. Den Wahlslogan “Hauptsache Thüringen” findet man aber erst nach genauerem Hinsehen.  Für Interaktiviät soll wohl das http://www.team-thueringen.de/ herhalten. Hier findet man die interaktive Wahlkampfplattform der CDU Thüringen. Leider als geschlossene Gesellschaft, (fast) alles nur mit Anmeldung zu sehen – schade. Keine Hinweise auf das Team Thürigen in den offenen sozialen Netzwerken. So überzeugt man niemand. Die Seite des Spitzenkandidats http://www.dieter-althaus.de/ zeigt wenig konzeptionelle Veränderungen zum letzten Test, immer noch die rotierenden Strahlen,  mir gefällt das immer noch nicht.

Die SPD will mit www.thueringen09.de die “Neue Kraft für Thüringen”  sein (ich dachte, die Kraft hätte die CDU im Bund gepachtet???) YouTube, Twitter, Facebook, Flickr sind eingebunden. Alles schön übersichtlich und auf den Wahlkampf zentriert. Die Seite des Spitzenkandiaten www.christoph-matschie.de hätte allerdings auffälliger verlinkt werden können, auf jeden Fall finde ich nun eine erheblich verbesserte Seite, mit dem aktuellen Tweet als Sprechblase und Links zu allen sozialen Netzwerken. Schön gemacht.

Die FDP will “Thüringengerecht” sein oder werden?  Unter  www.fdp-thueringen.de findet sich ein Twitterfeed mit unterschiedlichen Twitterern, allerdings mit komischer Auswahl – Solms ist doch kein Thüringer? Links zu den sozialen Netzwerken (Twitter “Follow me”  führt allerdings zum Generalsekrtär P. Kurth) sind schön eingebunden. Ansonsten wirkt es alles noch etwas unstrukturiert, die Grafiken sind ab und an recht pixelig.  Insgesamt wenig Focus auf Landtagswahl, alles ist mehr auf den Bundestagskandidaten und die Bundestagswahl ausgerichtet. Die Verlinkung zum Spitzenklandidat zur Landtagswahl ist dann entsprechend unaufällig und  www.uwe-barth-thueringen.de eine lieblos gemachte Seite aus dem Baukasten, es gibt keine Einbindung von sozialen Netzwerken oder Interaktivität. Das passt so gar nicht zu der Seite des Landesverbandes.

B90/Die Grünen haben mit http://www.sommergruen.de/ eine typisch grüne Seite im Netz. Und “Alt raus – GRÜN rein!”  ist doch mal ein Slogan, treffend und witzig! Viele Videos sind hier zu finden und eine unscheinbare (und als solches kaum zu erkennende) Einbindung eines Twitter-Feeds. Die Kandidaten verweisen bei ihrer persönlichen Vorstellung teilweise auf ihre Facebookseite. Insgesamt wirkt die Seite etwas unausgegoren. Die Spitzenkandidatin  Astrid www.rothe-beinlich.de verlinkt auf ihrer persönlichen Seite lediglich auf Twitter, allerdings wieder ohne direkte Einbindung. Mehr an Interaktivität ist ist dann auch nicht mehr zu finden.

Die Seite www.die-linke-thueringen.de ist gleich auf Wahlkampf und ihren Spitzenkandidaten eingestellt. So schön verlinkt hat sonst keine Partei auf ihren Spitzenkandidaten. Unter “vernetzt” findet sich beiden Modulen links ebenfalls ein unscheinbarerer Hinweis auf die Linke Thüringen in den sozialen Netzwerken. Ganz unten dann noch ein etwas schönerer Hinweis auf den Youtube Kanal.  An der Seite vom Spitzenkandidaten der Linken http://www.bodo-ramelow.de/ hat sich in den letzen Monaten nicht viel geändert, ein nettes Blog mit etwas zu versteckten Links auf Aktivitäten des Kandidaten in den sozialen Netzwerken. Er bleibt damit der einzige Spitzenkandidat der sich auf seiner Internetseite auf eine direkte Kommunikation einlässt.

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