Facebook, die Polizei und eine angebliche Panne

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Posted on 29th Mai 2011 by Sylvia in kriminalität |Medien

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facebook_Pp_ffmVor kurzem bin ich bei Facebook durch einen Bericht von hr-online auf das Facebook-Profil „Kriminalpolizei Frankfurt Fahndung“ gestoßen. Hier war ein Fahndungsaufruf mit Bild nach Zeugen einer Straftat (U60311 – Tötungsdelikt) eingestellt. Meine Überprüfungen ergaben, dass es sich um ein echtes Profil der Frankfurter Polizei handelt – wohl zum ersten Mal das man in Hessen diese Wege zur Fahndung geht. Die Polizei erhoffte sich auf diesem Weg Hinweise von Personen, die vermutlich über Print nicht ausreichend erreicht werden können. Und dieser Weg führte nun auch offensichtlich zum Erfolg, denn die Zeugen konnten identifiziert werden. Die Fahnungsaufrufe in den Zeitungen hatten zuvor nicht zu mehr Erkenntnissen geführt, wohl aber die Verlinkung bei Facebook über das Profil der Polizei Frankfurt, auch durch die Hinweise auf das Profil der Polizei von Facebook-Seiten der klassischen Medien, so eben auch von hr-online.

Nun kommt ausgerechnet auch hr-online mit der Meldung zu einer vermeintlichen „Datenpanne“ bei der Facebook-Fahndung. In den Kommentaren sollen Namen der Zeugen für die Allgemeinheit verfügbar gewesen sein. „Skandal“ schreien da der Hessische Rundfunk und ein Datenschutzbeauftragter aus Schleswig-Holstein(!).

Mit dem Bericht hat es der HR auf jeden Fall wieder schwieriger gemacht für die Polizei im Netz neue Wege zu gehen. Denn nun hat man im Ministerium sicher wieder die Angst im Nacken, für etwas an den Pranger gestellt zu werden, was eigentlich nicht falsch ist, sondern vielleicht nur etwas unglücklich umgesetzt wurde. Doch wenn man nur auf vertrauten Pfaden bleibt – egal in welchem Bereich – wird man auf Dauer nicht weit kommen. Die Polizei Hannover hat übrigens bereits im Februar ein Pilotprojekt zur Fahndung über Facebook gestartet, anfangs offensichtlich auch noch mit Fehlern behaftet, hat man m.E. dazugelernt. Es ist eine ordentliche Seite bei Facebook online und es wurden dadurch auch schon Erfolge erzielt.  Ich bin gespannt auf das Fazit dieses Pilotprojektes und gebe die Hoffnung nicht auf, dass man auch in Hessen von diesem Beispiel lernen kann und will.

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Frauenquote – nein danke!

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Posted on 29th Januar 2011 by Sylvia in Allgemein

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Unsere Bundesfamilienministerin hat (mal wieder) einen Vorstoß in Richtung Frauenquote gemacht. Na prima! Was soll das bringen? Mir ist das nicht klar. Sollte es nicht einfach nur nach Leistung und Fähigkeiten gehen?

Ich habe langjährige Erfahrungen mit spezieller Frauenförderung, bin ich doch als Beamtin in einer Berufsgruppe, die bis Anfang der 80er Jahre Männern vorbehalten war. Auch als ich anfing bei der hessischen Polizei, Ende der 80er, war ich noch ein Exot und als Frau in Uniform nicht wirklich überall bei den Kollegen willkommen. Die Situation der Frauen hat sich hier in den letzten 20 Jahren nach und nach geändert. Nun sitzt für mich gefühlt in fast jedem Streifenwagen eine Frau. Der Bürger zuckt schon lange nicht mehr, wenn ein “Fräulein Wachtmeister” (so wurde ich tatsächlich mal angeredet) nach Führerschein und Fahrzeugschein verlangt. Und auch in den höheren Führungspositionen gibt es nun zahlreiche Frauen. Warum also noch spezielle Frauenförderung?

Ich habe gerade diese Woche von meinem Chef Stellenausschreibungen vorgelegt bekommen, die ich lesen sollte, mir überlegen, ob es was für mich ist und -falls nicht- am besten schriftlich begründen soll, warum ich mich nicht bewerbe. Meine männlichen Kollegen bekommen das nicht so präsentiert. Die müssen sich selbst schlau machen, offensichtlich wird angenommen, dass man als gemeine Frau dafür nicht schlau genug ist? Oder was soll das Ganze? Ist das Gleichberechtigung? Ich meine ganz klar: Nein!

Ich will nicht gefördert werden, weil ich zufällig eine Frau bin. Ich will – wenn – wegen meiner Leistung gefördert werden. Ich weiß selbst, gesellschaftwelche Stellen für mich interessant sind und werde das natürlich im Auge behalten. Und ich will mir nicht anhören müssen, ich hätte eine Stelle, eine Beförderung usw. nur bekommen, nur weil ich eine Frau bin. Deswegen will ich keine Frauenförderung und keine Frauenquote. Mehr Frauen in guten Jobs geht nur mit einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf, denn das bleibt dann doch meistens, aber sicher nicht mehr ausschließlich an den Frauen hängen. Und diese Vereinbarkeit heißt für mich nicht, die Kinder möglichst lange fremd betreuen zu lassen, denn dafür hat man ja die Kinder eigentlich nicht in die Welt gesetzt. Es sind neue Arbeits(zeit)modelle gefragt. Aber da bin ich gespannt, wie Frau Schröder das ab Sommer für sich persönlich lösen wird, vielleicht tut sich dann endlich mal etwas in die richtige Richtung. Denn eine Quote führt eindeutig auf einen falschen Pfad.

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