Der Faktencheck zur StaVo vom 14.06.2011

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Posted on 26th Juli 2011 by Sylvia in Bruchköbel |StaVo

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papierstapelGab es doch in der letzten Stadtverordnetenversammlung diverse Irritationen bzgl. der Daten im aktuellem Bedarfs- und Entwicklungsplan, so hat meine Anfrage bei der Stadt darüber im nun mehr endlich für Klarheit gesorgt. So ist es also tatsächlich so, dass hier lediglich die möglichen Maßnahmen zur Bedarfsdeckung erläutert werden (Seite 31 und 32), über eine geplante Umsetzung jedoch zu diesem Zeitpunkt dort nichts erwähnt ist. Zitat des Bürgermeisters aus der Antwort an mich “Wie Sie ausnahmsweise richtig erkannt haben, sind auf Seite 31 und 32 des Bedarfs- und Entwicklungsplans Maßnahmen zur zukünftigen Bedarfsdeckung sehr ausführlich erläutert. Sie sind sicherlich davon ausgegangen, dass seit November 2010 keinerlei Bestrebungen oder gar Maßnahmen hinsichtlich des Ausbaus der U3 Betreuung seitens der Stadtverwaltung Bruchköbel getätigt wurden, oder?”

Nein, lieber Herr Bürgermeister, das dachte ich nicht, denn genau das wollte ich ja mit meiner Anfrage erfahren. So ist das doch auch bestens nachvollziehbar und die Bruchköbeler Eltern können das Gefühl haben, dass sich um das Thema gekümmert wird. Das hätte man als Magistrat mit etwas mehr Souveränität durchaus als eine Chance zur positiven Selbstdarstellung wahrnehmen können. Stattdessen in der Stadtverordnetenversammlung  zu behaupten, dass die von mir angefragten Zahlen alle im Bedarfs-und Entwicklungsplan veröffentlicht sind und ich das nur nicht richtig gelesen hätte, war schon ein Ding. Zu meiner Beruhigung – ich dachte schon tatsächlich, ich hätte eine unentdeckte Leseschwäche – konnte mir der Bürgermeister leider dann doch keine Quelle im Bedarfs-und Entwicklungsplan nennen, sondern verwies auf Quellen in “Protokollen der diversen Stadtverordneten- und Ausschusssitzungen sowie der Presse”. Soviel also zum Wahrheitsgehalt der öffentlichen Aussagen des Bürgermeisters in dieser Sache.

Und übrigens – wenn meine Anfrage so überflüssig war, warum hat man nicht einfach erst über den Antrag abstimmen lassen, mit der schwarz-grünen Mehrheit hätte man das doch locker ablehnen können. Aber vielleicht ist es ja doch so, wie der Bürgermeister in seiner Mail an mich orakelt:  “Aber, wie auch in der Stadtverordnetenversammlung schon festgestellt, Sie haben wieder mal nichts verstanden.” Doch möge sich jeder anhand der Fakten selbst ein Bild machen, wer hier was nicht verstanden hat.

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Das sogenannte Haushaltsicherungskonzept

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Posted on 3rd Dezember 2009 by Sylvia in Bruchköbel

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Mit großem Interesse habe ich heute im Bruchköbeler Kurier den Bericht und den Kommentar zum Haushaltsicherungskonzept gelesen.

Da hat also eine unabhängige Firma den städtischen Haushalt auf Herz und Nieren auf  Einsparmöglichkeiten geprüft. Heraus kommen Schließungen von Mehrzweckhallen und dem  Hallenbad und natürlich Einsparungen bei den Kitas. Aha!

Als Mutter zweier Kindergartenkinder fällt mir natürlich zuerst letzeres ins Auge. Gerade wenn ich dabei noch an die Diskussionen anlässlich des diesjährigen Streiks denke. Herr Dick hat es in seinem Kommnentar schon auf den Punkt gebracht, unsere Stadt muss für junge Familien attraktiv bleiben (werden?). Eltern informieren sich heute genau, wo sie ihren Nachwuchs unterbringen. Insbesondere für die vielen berufstätigen Eltern ist die Betreuung ein ganz wichtiger Punkt. Und dabei spielt auch die Qualität der Betreuung eine große Rolle. Ich habe oft das Gefühl, dass hier in Bezug auf Kinderbetreuung zusehr auf  den Großelternfaktor gesetzt wird, aber das ist nicht mehr selbstverständlich. Dieser Gedanke muss mal ankommen. Junge Familien beziehen diese Überlegungen in ihre dauerhafte Standortauswahl mit ein. Hier dürfen wir nicht sparen. Ganz abgesehen davon, dass wir hier unsere Zukunft besparen würden. Nur weil die Kinder aktuell keinen “Gewinn” abwerfen, heißt es doch nicht, dass Investitionen in ihre Zukunft sich nicht auszahlen werden.

Und die Mehrzweckhallen und das Hallenbad? Die Hallen sind wichtig, keine Frage. Und eigentlich habe ich auch das Gefühl, dass die Hallen  in den Ortsteilen für das aktive Leben in Bruchköbel wichtiger sind, als das offensichtlich verschonte Bürgerhaus. Aber eine Lösung will nich noch nicht einfallen.

Das Hallenbad aber….ich weiß, vielen Bruchköblern ist das wichtig. Doch  gerade heute stand ich vor der Entscheidung, wohin ich mit meinem Sohn ins Schwimmbad gehen soll. Erlensee und Nidderau standen zur Auswahl. Bruchköbel hatte es nicht mal auf meine Liste geschafft, zu unattraktiv erschien mir das veraltetet Bad. Entschieden habe ich mich heute für Nidderau, wegen der langen Tunnelrutsche und den ansprechenden Bilder im Netz. Von Außen mag das Bad auch erschreckend aussehen, innen kann es sich sehen lassen. Meiner Meinung nach kann das Bruchköbler Hallenbad nur mit einer Totalsanierung überleben, dafür ist aber kein Geld da. Würde es uns ohne Hallenbad besser gehen? Hand aufs Herz, wer geht wirklich gerne in unser Hallenbad? In das Freibad – keine Frage – aber vielleicht wird es wirklich Zeit sich vom Hallenbad zu trennen.

Und ehrenamtlich besetzte Stellen? An einigen Stellen gut vorstellbar, doch wo sind die Freiwilligen? Und ob das tatsächlich die Stellen sind, wo viel Geld gespart werden kann? Von der Diskussion über eine Notwendigkeit einer Stelle eines hauptamtlichen Stadtrates habe ich – natürlich – nichts gelesen. Warum hier keine Halbtagesstelle oder ganz und gar ehrenamtlich?

Meine Informationen beziehe ich ja leider nur aus einem Zeitungsbericht. Einsehen kann man das Konzept als einfacher Bürger ja wohl nicht, oder?

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