Habemus Bürgermeister

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Posted on 11th November 2013 by Sylvia in Bruchköbel |Wahlkampf

Quelle: www.hr-online.deBruchköbel hat gewählt. Meine Glückwünsche an den alten und neuen Bürgermeister. Eine elend lange Zeit des Wahlkampfes geht nun endlich vorüber, die mich mal wieder am Sinn und Zweck der Direktwahl eines Bürgermeisters zweifeln lässt. Die Wahlbeteiligung war im Gegensatz zur tollen Wahlbeteiligung zur Bundes- und Landtagswahl im September mit jetzt nur 47,4 Prozent nicht berauschend, aber immer noch tolerabel für eine Bürgermeisterwahl. Es ist schon interessant, dass kommunale Politik, die man doch direkt greifen kann, weniger interessiert als die oft so abstrakte Bundespolitik.

Nun geht es weiter im Geschäft. Es wird spannend, wie schnell die örtliche Union aus ihrem verdienten Freundrausch erwacht (hat jemand gesungen?), denn für den Haushalt müssen bald Mehrheiten gefunden werden. Ich persönlich empfand viele Leserbriefe und Pressemitteilungen aus dem Maibach-Lager im Wahlkampfendspurt als überflüssig und im Ton vergriffen. Man sollte auch in einem Wahlkampf nicht zuviel Porzellan zerschlagen, in die Scherben könnte man noch lange danach treten.

Es wird sicher auch interessant, welche Veränderungen es bei SPD und BBB geben wird. Diese Zusammenarbeit mit dem BBB war für die SPD in meinen Augen genau so ein taktische Fehler in diesem Wahlkampf,  wie der Verzicht des BBB auf einen eigenen Kandidaten. Dies könnte bei den Genossen wie beim BBB zu innerparteiliche Konsequenzen führen. Der BBB hat trotz aller Bemühungen sein seit 6 Jahren bestehendes Ziel verfehlt , Maibach als Bürgermeister abzulösen. Vielleicht kann man jetzt ganz langsam wieder den Weg zurück zur Mutterpartei oder besser gesagt Muttipartei finden? Das gäbe es auch endlich wieder “klare Verhältnisse” in Bruchköbel.

Frank Breitenbach hat ein tolles Ergebnis für sich persönlich erzielt. Ich würde mir wünschen, dass er diesen Schwung mitnimmt und sich auch zwischen den Bürgermeisterwahlen politisch für unsere Stadt einbringt.

Wir Liberale haben uns in diesem Wahlkampf bewusst zurück gehalten, kein eigener Kandidat, keine Wahlempfehlung. Wie im Übrigen die Grünen auch, dort hat man sich gar nicht zu den Thema geäußert. Aber nun gilt es weiter Entscheidungen im Sinne der Stadt zu treffen, schon morgen steht die erste Haushaltsberatung an. Besser ist durch diese Wiederwahl nichts geworden, allerdings auch nichts schlechter. Also, weiter gehts!

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Kandidaten auf dem Podium

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Posted on 23rd Oktober 2013 by Sylvia in Bruchköbel

Diskussion_HAGestern fand eine Podiumsdiskussion des Hanauer Anzeigers mit den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl im Bruchköbeler Bürgerhaus statt. Mein Fazit: Viel Lärm um nichts, vorallem zum Thema S-Bahn. Als ob wir keine anderen wichtigen Themen hätten…. Gefühltes Applausometer ohne deutliche Präferenz, evtl. ein leichter Ausschlag Richtung Maibach.

Günter Maibach stellte sich ganz erwartungsgemäß dar, er präsentierte sich gewohnt volksnah, hatte in der Sache wenig Neues zu bieten und zeigte  ab und an Schwächen bei Fragen zu Details. Dirk Vogel hat seine Chancen nicht genutzt, anfänglich präsentierte er sich zwar strukturiert,  konnte seine Themen aber nicht gut vermitteln und wirkte gegen Ende nur noch defensiv und unsicher. Vorallem weil eben der Bereich S-Bahn Anschluß so ausgebreitet wurde, dabei hätte er doch bei diesem Thema gut auf den interfraktionellen Beschluß der StaVo hinsichtlich Verbesserung ÖPNV/S-Bahn hinweisen können.

Alle blieben mit sehr wenigen Ausnahmen sachlich. Wirkliche Angriffe habe ich von keiner Seite wahrgenommen, hatte das aber auch bei der Zusammensetzung nicht erwartet. Frank Breitenbach hat sich gut präsentiert und war sicher die positive Überraschung des Abends, was am Ende auch aus vielen Ecken zu hören war. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wollten sich die Moderatoren auf drei Themenkomplexe konzentrieren: Innenstadtentwicklung, Finanzen und politisches Klima. Die Vorstellungsrunde war brachte den ersten Lacher für den Amtsinhaber: “Mein Name ist Günter Maibach, aber das wißt ihr ja alle eigentlich….”. Die Vorstellung seines Programmes kam nach dem Vorlesen seiner eigentlich nicht gefragten Bilanz (die man durchaus kritsich hinterfragen muss) allerdings viel zu kurz. Dirk Vogel und Frank Breitbach beschränkten sich auf die Fragestellung und blieben im vorgegebenen Zeitrahmen, bzw. darunter.

In Sachen Innenstadtentwicklung: Maibach wartet ab, was ein (endlich nach eineinhalb Jahren gegründeter) Arbeitskreis erarbeitet, der sich nach der ursprünglichen Aufgabenstellung aber eigentlich um die Umsetzung des Leitbildes, nicht ausschließlich um die “Neue Mitte” kümmern sollte. Aber vielleicht kam das nur falsch rüber. Dirk Vogel will mit KfW-Krediten das Rathaus sanieren und mit den energetischen Einsparungen gegenfinanzieren. Frank Breitenbach will ein barrierefreies Bürgerbüro neben dem Rathaus bauen und das jetztige nur noch als technisches Rathaus nutzen.
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