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Kandidaten auf dem Podium « Sylvia Braun

Kandidaten auf dem Podium

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Posted on 23rd Oktober 2013 by Sylvia in Bruchköbel

Diskussion_HAGestern fand eine Podiumsdiskussion des Hanauer Anzeigers mit den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl im Bruchköbeler Bürgerhaus statt. Mein Fazit: Viel Lärm um nichts, vorallem zum Thema S-Bahn. Als ob wir keine anderen wichtigen Themen hätten…. Gefühltes Applausometer ohne deutliche Präferenz, evtl. ein leichter Ausschlag Richtung Maibach.

Günter Maibach stellte sich ganz erwartungsgemäß dar, er präsentierte sich gewohnt volksnah, hatte in der Sache wenig Neues zu bieten und zeigte  ab und an Schwächen bei Fragen zu Details. Dirk Vogel hat seine Chancen nicht genutzt, anfänglich präsentierte er sich zwar strukturiert,  konnte seine Themen aber nicht gut vermitteln und wirkte gegen Ende nur noch defensiv und unsicher. Vorallem weil eben der Bereich S-Bahn Anschluß so ausgebreitet wurde, dabei hätte er doch bei diesem Thema gut auf den interfraktionellen Beschluß der StaVo hinsichtlich Verbesserung ÖPNV/S-Bahn hinweisen können.

Alle blieben mit sehr wenigen Ausnahmen sachlich. Wirkliche Angriffe habe ich von keiner Seite wahrgenommen, hatte das aber auch bei der Zusammensetzung nicht erwartet. Frank Breitenbach hat sich gut präsentiert und war sicher die positive Überraschung des Abends, was am Ende auch aus vielen Ecken zu hören war. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wollten sich die Moderatoren auf drei Themenkomplexe konzentrieren: Innenstadtentwicklung, Finanzen und politisches Klima. Die Vorstellungsrunde war brachte den ersten Lacher für den Amtsinhaber: „Mein Name ist Günter Maibach, aber das wißt ihr ja alle eigentlich….“. Die Vorstellung seines Programmes kam nach dem Vorlesen seiner eigentlich nicht gefragten Bilanz (die man durchaus kritsich hinterfragen muss) allerdings viel zu kurz. Dirk Vogel und Frank Breitbach beschränkten sich auf die Fragestellung und blieben im vorgegebenen Zeitrahmen, bzw. darunter.

In Sachen Innenstadtentwicklung: Maibach wartet ab, was ein (endlich nach eineinhalb Jahren gegründeter) Arbeitskreis erarbeitet, der sich nach der ursprünglichen Aufgabenstellung aber eigentlich um die Umsetzung des Leitbildes, nicht ausschließlich um die „Neue Mitte“ kümmern sollte. Aber vielleicht kam das nur falsch rüber. Dirk Vogel will mit KfW-Krediten das Rathaus sanieren und mit den energetischen Einsparungen gegenfinanzieren. Frank Breitenbach will ein barrierefreies Bürgerbüro neben dem Rathaus bauen und das jetztige nur noch als technisches Rathaus nutzen.

Zu den Finanzen war Maibach durch seinen aktuellen Haushaltsentwurf 14/15 erkennbar positiv gestimmt und will sogar eine neue Stelle zur Berechnung von Kosten/Gebühren schaffen. Dirk Vogel will auf lange Sicht 15 Prozent beim Verwaltungshaushalt durch Umstrukturierung einsparen. Beim Thema Steigerung der Gewerbesteuer hatten alle so keine richtig zündende Idee, Handlungsbedarf sahen hierbei allerdings alle. In diese Zusammenhang wurde auch der Breitbandanschluß für das Gewerbegebiet durch Dirk Vogel thematisiert. Er steht für eine Anbindung über die kreiseigene Breitband GmbH, um das Gewerbegebiet attraktiver zu machen. Maibach konterte, dass über die Nutzung der verlegten Leerrohre ein Anschluß für jede Firma problemlos möglich wäre. Hier schlug die Stunde von Frank Breitenbach, den bei dem Thema handelte es sich eindeutig um sein berufliches Fachgebiet. Er führte klar aus, ein Breitbandanschluß ist jederzeit möglich, es ist alles nur eine Frage des Geldes. Und genau darum ging es ja, die Kosten für unsere Gewerbeflächen könnten möglicherweise im Vergleich mit Nachbarkommunen einfach zu unattraktiv sein.

Interessant war, dass sich Maibach und Vogel beim letzten Themenbereich hinsichtlich des politischen Klimas quasi einig waren. Keiner war der Meinung, dass alle zerstritten sind, sondern jeder mit jedem reden kann und dies auch tut. Entscheidungen werden nach Meinung beider grundsätzlich in der Sache entschieden, wie es auch sein sollte. Frank Breitenbach, der das politische Geschäft nur als Zuschauer kennt, hob bereits im Laufe der ganzen Diskussion auf die angeblichen Streitereien ab und betonte in diesem Zusammenhang seine Unabhängigkeit. Das vermeintlich spannende Thema am Ende war damit auf jeden Fall kein Knaller – sondern eher ein harmonisches Ende.

Schön war, dass so viele Interessierte da waren, der Saal war fast gefüllt. Aber irgendwie auch viele ratlose Gesichter nach der Veranstaltung. In meinen Gesprächen nach der Diskussion habe ich mehrfach die Feststellung gehört: „Jetzt weiß ich immer noch nicht, wen ich wählen soll“. Aber es ist ja noch Zeit. Am Abend des Wahltages werden wir dann schlauer sein, wer am besten überzeugen konnte und Dirk Vogel ist – wie in seinem Schlußstatment bemerkt – hoffentlich nicht wirklich gerade zu dieser Zeit mit seiner Frau im Kreißsaal.

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