Rauschen im Bruchköbeler Blätterwald

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Posted on 22nd August 2014 by Sylvia in Bruchköbel |Medien |StaVo

gesellschaftIn letzter Zeit, so kurz vor der Bürgermeisterwahl 2013 hat sich die Berichterstattung in der lokalen Presse über die Bruchköbeler Kommunalpolitik deutlich gewandelt. Sicherlich ist ein Grund dafür auch in den zahlreichen Diskussionen in sozialen Netzwerken wie wer-kennt-wen (†) und auf Facebook zu suchen, was grundsätzlich erstmal etwas Positives ist. Offenbar kann man doch Leute für Kommunalpolitik interessieren, wenn man besser informiert, kommuniziert und diskutiert. Die Vorgänge rund um die „Neue Mitte“ und das Ergebnis daraus hat seine Wurzel in einer Facebook-Gruppe, die als Gegen-Projekt gestartet wurde (siehe auch Bürgerbeteiligung-online und vor Ort), auch wenn das der Initiator heute nicht mehr wahrhaben will und offenbar immer noch erschrocken ist von der Konsequenz seines Handelns – der Zauberlehrling lässt grüßen.

Vielleicht ist das auch die Erkenntnis, welche die Richtungsänderung bei der Berichterstattung im Bruchköbeler Kurier bewirkt hat. Das Problem dabei ist in meinen Augen nur, dass sich dies nun wiederum ins Gegenteil verkehrt. Momentan werden für das Parlament in Print und online in Persona des Chefredakteurs hauptsächlich Adjektive wie listig, unwissend, naiv usw. gefunden. Das Parlament bevormundet und kritisiert angeblich die hart arbeitende Verwaltung und schiebt nach Ansicht eines Einzelnen alles Negative auf den direkt gewählten Bürgermeister. Das Fatale daran ist die Tatsache, dass diese Ansichten der Bruchköbeler Kommunalpolitik jede Woche an 11 000 Bruchköbeler Haushalte frei Haus geliefert werden. Selbst kritische Leserbriefe können nicht mal eine Woche für sich wirken, sondern werden durch den Redakteur des BK umgehend und direkt im BK beantwortet. Der einfache Stadtverordnete muss hingegen eine Woche warten, bis er per Pressemitteilung versuchen kann, die Dinge von einer anderen Seite zu beleuchten. Wirklich erschreckend ist dabei, wie die Berichterstattung im Kurier mit der dort vertretene Meinung (und nichts anderes ist das) vom interessierten Bürger als Tatsachenbericht wahrgenommen wird. (more…)

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Transparenz, Meinungsfreiheit und die Politik

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Posted on 22nd September 2011 by Sylvia in Medien |Netzpolitik

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dmackDie Grünen im MKK zeigen aktuell, wie man Wähler zu den Piraten vergraulen kann (Quelle: hr-online). So wurde ein Mitglied der Kreistagsfraktion von seinem Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender gedrängt, weil er in seinen Tweets und in seinem Blog nicht die Meinung der restlichen Fraktionsführung vertritt.  So verlangte die Fraktionsführung tatsächlich, sich Tweets und Blogbeiträge zur Genehmigung vorlegen zu lassen, wenn Herr Mack im Fraktionsvorstand bleiben möchte. Man mag ja von der Person Daniel Mack halten, was man will, aber ein solches Verhalten ist sowas von Vorgestern, dass ich mich immer wieder fragen muss, warum die Grünen immer noch den Nimbus “alternativ” haben und auch deswegen gerade von den Jüngeren gewählt werden.  Das Verhalten ist alles sowas von spießig – unfassbar. Wie man es sich offensichtlich in der Grünen-Fraktion wünscht, so wird Politik in Zukunft nicht mehr funktionieren. Blogbeiträge und Twittermeldungen sind nun mal keine Presseerklärungen.Das Internet – vorallem aber das mobile Internet – verändert die Kommunikation. Darauf muss man sich einlassen und man muss versuchen es zu verstehen. Von Streisand-Effekt hat man bei den Grünen im MKK offensichtlich auch noch nichts gehört, denn die “beanstandeten” Tweets werden doch genau so erst in einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Frei gewählte Abgeordnete dürfen ihre Meinung jenseits eines Fraktionszwanges frei äußern, wenn es als persönliche Meinung deklariert ist, was hier klar geschehen ist. Übrigens habe ich auch schon meinen Anpfiff von “höchster Stelle” wegen meiner kommunalpolitischen Äußerungen hier bekommen, aber natürlich nicht aus den eigenen Reihen. Denn wir sind ja liberal :-)

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